GTS Kera­mik
Made in Germany

Tech­ni­sche Kera­mik von GTS – Hoch­leis­tungs­werk­stoffe für Indus­trie und Forschung

Als Fami­li­en­un­ter­neh­men entwi­ckeln wir seit 1985 in Düssel­dorf kunden­spe­zi­fi­sche Kera­mik-Rezep­tu­ren für indus­tri­elle Hoch­leis­tungs­an­wen­dun­gen. Über 100 Forschungs­in­sti­tute in Europa arbei­ten mit GTS zusam­men – das Ergeb­nis sind 16 doku­men­tierte Werk­stoff­qua­li­tä­ten mit offen zugäng­li­chen Richt­ana­ly­sen.

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GTS Kera­mik ist ein spezia­li­sier­ter Herstel­ler für tech­ni­sche Kera­mik, Sonder­ke­ra­mik und Verschleiß­tech­nik für anspruchs­volle indus­tri­elle und wissen­schaft­li­che Anwen­dun­gen. Mit jahr­zehn­te­lan­ger Erfah­rung entwi­ckeln und ferti­gen wir kera­mi­sche Bauteile, die dort einge­setzt werden, wo konven­tio­nelle Werk­stoffe an ihre Gren­zen stoßen.

Ob Tiegel, die nicht die erwar­tete Stand­zeit errei­chen, Prozesse, die bei Tempe­ra­tur­zy­klen insta­bil werden, aggres­sive Schmel­zen, die Stan­dard­ke­ra­mik angrei­fen, oder ein Bauteil, das von der Entwick­lung in eine repro­du­zier­bare Serie über­führt werden muss – genau für diese Heraus­for­de­run­gen entwi­ckeln wir unsere Werk­stoff­re­zep­tu­ren.

Tech­ni­sche Kera­mik nach Maß – Made in Germany

Unsere Indus­trie­ke­ra­mik ist auf den Einsatz in Hoch­tem­pe­ra­tur­pro­zes­sen, korro­si­ven Umge­bun­gen und sensi­blen Anwen­dun­gen ausge­legt. Insbe­son­dere in Schmelz­an­la­gen, Labo­ren und der Kris­tall­züch­tung über­zeu­gen GTS-Produkte durch hohe Prozess­si­cher­heit und lange Stand­zei­ten. Ein zentra­ler Produkt­be­reich sind Induk­ti­onstie­gel, die wir gezielt auf das jewei­lige Metall, die Ofen­at­mo­sphäre und den ther­mi­schen Belas­tungs­zy­klus abstim­men.

GTS entwi­ckelt Induk­ti­onstie­gel für das Schmel­zen von Edel- und Indus­trie­me­tal­len wie Platin, Rhodium, Silber, Eisen, Kupfer, Zink, Zinn sowie Spezi­al­me­tal­len wie Gallium oder Blei. Je nach Anwen­dung ferti­gen wir die Tiegel in dich­ter oder porö­ser Quali­tät.

Dichte Kera­mik eignet sich für hoch­reine Schmelz­pro­zesse, bei denen keine Wech­sel­wir­kung zwischen Tiegel und Schmelze auftre­ten darf. Poröse Kera­mik bietet höhere Tempe­ra­tur­wech­sel­be­stän­dig­keit und wird bevor­zugt bei schnel­len ther­mi­schen Zyklen einge­setzt.

Die einge­setz­ten Kera­mi­ken zeich­nen sich durch hohe Tempe­ra­tur­wech­sel­be­stän­dig­keit, chemi­sche Inert­heit gegen­über aggres­si­ven Schmel­zen und mecha­ni­sche Stabi­li­tät auch unter extre­men Bedin­gun­gen aus.

Für unsere kera­mi­schen Bauteile setzen wir gezielt auf bewährte Oxid­ke­ra­mi­ken. Alumi­ni­um­oxid bietet ein ausge­wo­ge­nes Verhält­nis aus Härte, Hitze­be­stän­dig­keit und elek­tri­scher Isola­tion und eignet sich für viele indus­tri­elle Schmelz- und Labor­pro­zesse. Zirkon­oxid kommt dort zum Einsatz, wo maxi­male mecha­ni­sche Belast­bar­keit, hohe Bruch­zä­hig­keit und chemi­sche Bestän­dig­keit gefor­dert sind – etwa in der Medi­zin­tech­nik, der chemi­schen Indus­trie oder bei beson­ders anspruchs­vol­len ther­mi­schen Anwen­dun­gen.

Alle Werk­stoff­qua­li­tä­ten sind mit offen zugäng­li­chen Richt­ana­ly­sen doku­men­tiert – von Alumi­ni­um­oxid in dich­ter Quali­tät (AL99‑G, >99,7 %) über porö­ses Korund (KR-98-VG, >98 %) bis zu Zirkon­oxid (ZR‑G, <99,7 % dicht).

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Unsere Bauteile finden Anwen­dung in der Schmelz­tech­nik und im Gieße­rei­we­sen, der Kris­tall­züch­tung, der Labor- und Medi­zin­tech­nik, bei Inge­nieur­ke­ra­mik und Kera­mik­roh­ren sowie im Fein­guss und Schmuck­guss. Alle Bauteile werden in enger Abstim­mung mit unse­ren Kunden entwi­ckelt, um Mate­rial, Geome­trie und Ferti­gung exakt auf den jewei­li­gen Prozess abzu­stim­men.

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Indi­vi­du­elle Kera­mik­lö­sung gesucht?

Schil­dern Sie uns Ihre Anwen­dung – wir sagen Ihnen offen, ob eine kunden­spe­zi­fi­sche Rezep­tur sinn­voll ist oder eine unse­rer Stan­dard­qua­li­tä­ten ausreicht.

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Feinguss by GTS-Keramik

Fein­guss

Das Wachs­aus­schmelz­ver­fah­ren ist eine sehr alte Tech­no­lo­gie, die es ermög­licht, kompli­zierte Einzel­teile oder auch Groß­se­rien herzu­stel­len. Oft brau­chen die Guss­kör­per wegen ihrer hohen Präzi­sion nicht mehr nach­be­ar­bei­tet werden.

Feinguss by GTS-Keramik

Inge­nieur­ke­ra­mik

Die viel­fäl­ti­gen Eigen­schaf­ten kera­mi­scher Produkte bilden ein unüber­seh­ba­res Spek­trum an Einsatz­mög­lich­kei­ten. In fast allen Wirt­schafts­be­rei­chen sind inzwi­schen Bauteile aus Kera­mik zu finden.

Feinguss by GTS-Keramik

Leucht­mit­tel und Glas­in­dus­trie

Leucht­mit­tel werden immer effi­zi­en­ter und ener­gie­spa­ren­der. Kera­mik wird nicht nur als Isola­tor, sondern auch als Träger­ma­te­rial verwen­det. Es ist oxida­ti­ons­frei und hitze­be­stän­dig.

Feinguss by GTS-Keramik

Luft- und Raum­fahrt

In der Luft- und Raum­fahrt werden neue Werk­stoffe gesucht, die hohe Anfor­de­run­gen aufwei­sen müssen. Kera­mik ist dafür ein inter­es­san­ter und wich­ti­ger Werk­stoff.

Feinguss by GTS-Keramik

Phar­ma­zie und Medi­zin

Im Bereich der Phar­ma­zie und Medi­zin­tech­nik gilt GTS als ein wich­ti­ger Liefe­rant hoch­wer­ti­ger Produkte.

Feinguss by GTS-Keramik

Schmuck­in­dus­trie

Schmuck­guss­teile stellt man im Allge­mei­nen, wie in der Medi­zin- und Fein­guss­tech­nik, nach dem Wachs­aus­schmelz­ver­fah­ren her.

Feinguss by GTS-Keramik

Solar- und Batte­rie­in­dus­trie

Als Herstel­ler Kera­mi­scher Bauteile war GTS bereits in den frühen Anfän­gen an der Entwick­lung von Solar­zel­len maßgeb­lich mitbe­tei­ligt.

Industriekeramik - Aluminiumoxid dicht - by GTS Keramik

Alumi­ni­um­oxid dicht

BESONDERE EIGENSCHAFTEN

  • hohe mecha­ni­sche Festig­keit
  • hohe Verschleiß­fes­tig­keit
  • sehr gute Glei­t­ei­gen­schaf­ten
  • hohe Korro­si­ons­be­stän­dig­keit
  • hohe Tempe­ra­tur­be­stän­dig­keit bis über 1700 °C
  • gute Wärme­leit­fä­hig­keit
  • hohe elek­tri­sche Isola­ti­ons­fä­hig­keit
  • Gut bis sehr gut chemisch bestän­dig gegen: Alumi­nium, Beryl­lium, Blei, Chrom, Eisen, Germa­nium, Kobalt, Kupfer, Magne­sium, Mangan, Nickel, Sili­zi­um­di­oxid, Salz­säure (30%), Vana­dium, Wismut, Zinn, Zink
Industriekeramik - Aluminiumoxid porös - by GTS Keramik

Alumi­ni­um­oxid porös

BESONDERE EIGENSCHAFTEN

  • hohe mecha­ni­sche Festig­keit
  • hohe Korro­si­ons­be­stän­dig­keit
  • Tempe­ra­tur­be­stän­dig­keit bis über 1750 °C
  • gute Wärme­iso­lie­rung
  • hohe elek­tri­sche Isola­ti­ons­fä­hig­keit
  • Gut bis sehr gut chemisch bestän­dig gegen: Alumi­nium, Beryl­lium, Blei, Chrom, Eisen, Germa­nium, Kobalt, Kupfer, Magne­sium, Mangan, Nickel, Sili­zi­um­di­oxid, Salz­säure (30%), Vana­dium, Wismut, Zinn, Zink
Industriekeramik - Aluminiumtitanat porös - by GTS Keramik

Alumi­ni­um­t­i­ta­nat porös

BESONDERE EIGENSCHAFTEN

  • hohe mecha­ni­sche Festig­keit
  • hohe Korro­si­ons­be­stän­dig­keit
  • hohe Tempe­ra­tur­be­stän­dig­keit bis über 1600 °C
  • Ther­mi­sche Isola­ti­ons­ei­gen­schaft
  • Gut bis sehr gut chemisch bestän­dig gegen: Alumi­nium
Industriekeramik - Glasierte Tiegel - by GTS Keramik

Scha­motte (A3)

BESONDERE EIGENSCHAFTEN
  • Sehr hohe Hitze­be­stän­dig­keit bis 1200 °C
  • Ther­mo­schock­be­stän­dig
  • Induk­tiv aufheiz­bar
  • Scha­motte spei­chert Wärme, wodurch ein rasches Erstar­ren der Schmelze verhin­dert wird.
Industriekeramik - Magnesiumoxid - by GTS Keramik

Magne­si­um­oxid

BESONDERE EIGENSCHAFTEN

Gut bis sehr gut chemisch bestän­dig gegen: Blei, Beryl­lium, Eisen, Kupfer, Nickel, Natrium, Platin, Pluto­nium, Uranium, Wismut, Zinn

Industriekeramik - Quarz - by GTS Keramik

Quarz

BESONDERE EIGENSCHAFTEN

  • nied­ri­ger ther­mi­scher Ausdeh­nungs­ko­ef­fi­zi­ent
  • sehr hohe Tempe­ra­tur­wech­sel­be­stän­dig­keit
  • hohe Korro­si­ons­be­stän­dig­keit gegen viele Metall­schmel­zen
  • hohe Korro­si­ons­be­stän­dig­keit im Kontakt mit vielen ande­ren chemi­schen Produk­ten
  • Gut bis sehr gut chemisch bestän­dig gegen: Blei, Gallium, Germa­nium, Kupfer, Platin, Zinn
Industriekeramik - Quarz mit Siliziumoxid - by GTS Keramik

Quarz mit Sili­zi­um­ni­trid

BESONDERE EIGENSCHAFTEN

  • nied­ri­ger ther­mi­scher Ausdeh­nungs­ko­ef­fi­zi­ent
  • sehr hohe Tempe­ra­tur­wech­sel­be­stän­dig­keit
  • hohe Korro­si­ons­be­stän­dig­keit gegen viele Metall­schmel­zen
  • hohe Korro­si­ons­be­stän­dig­keit im Kontakt mit vielen ande­ren chemi­schen Produk­ten
  • Gut bis sehr gut chemisch bestän­dig gegen: Platin, Silber
Industriekeramik - Spinell - by GTS Keramik

Spinell

BESONDERE EIGENSCHAFTEN

  • gute ther­mi­sche und chemi­sche Bestän­dig­keit gegen aggres­sive Alka­lien
  • hohe Wärme­leit­fä­hig­keit
  • rela­tiv gute Ther­mo­schock­be­stän­dig­keit
  • Gut bis sehr gut chemisch bestän­dig gegen: Blei, Mangan, Salz­säure (30%), Silber
Industriekeramik - Zirkonoxid - by GTS Keramik

Zirkon­oxid

BESONDERE EIGENSCHAFTEN

  • Zirkon­oxid ist ein Halb­lei­ter
  • hohe mecha­ni­sche Festig­keit
  • sehr gute Verschleiß­fes­tig­keit
  • hohe Bruch­zä­hig­keit
  • hohe Tempe­ra­tur­be­stän­dig­keit bis über 2000°C
  • nied­rige Wärme­leit­fä­hig­keit
  • hohe Korro­si­ons­be­stän­dig­keit
  • Gut bis sehr gut chemisch bestän­dig gegen: Alumi­nium, Beryl­lium, Eisen, Kobalt, Nickel, Platin, Rhodium, Salz­säure (30%), Wismut, Zirko­nium
Industriekeramik - Zirkonoxid porös - by GTS Keramik

Zirkon­oxid porös

BESONDERE EIGENSCHAFTEN

  • Zirkon­oxid ist ein Halb­lei­ter
  • hohe mecha­ni­sche Festig­keit
  • ther­mi­sche Isola­ti­ons­ver­mö­gen bei > 1.700 °C
  • hohe Tempe­ra­tur­be­stän­dig­keit bis über 2000 °C
  • nied­rige Wärme­leit­fä­hig­keit
  • hohe Korro­si­ons­be­stän­dig­keit
  • Gut bis sehr gut chemisch bestän­dig gegen: Alumi­nium, Beryl­lium, Kobalt, Nickel, Platin, Wismut

Häufige Fragen zu tech­ni­scher Kera­mik von GTS

Was macht GTS Kera­mik als Herstel­ler für tech­ni­sche Kera­mik beson­ders?

GTS Kera­mik gehört zu den führen­den Herstel­lern für tech­ni­sche Kera­mik und Indus­trie­ke­ra­mik in Deutsch­land – und ist gleich­zei­tig Entwick­lungs­part­ner. Als Fami­li­en­un­ter­neh­men mit Sitz in Düssel­dorf entwi­ckeln wir kunden­spe­zi­fi­sche Werk­stoff­re­zep­tu­ren statt nur Stan­dard­qua­li­tä­ten zu liefern. Unsere Kunden spre­chen direkt mit den Inge­nieu­ren, die ihre Lösung entwi­ckeln – ohne mehr­stu­fi­gen Vertrieb. Über 100 Forschungs­ko­ope­ra­tio­nen mit euro­päi­schen Insti­tu­ten stüt­zen unsere Werk­stoff­ent­wick­lung mit belast­ba­ren Daten.

Welche kera­mi­schen Werk­stoffe verar­bei­tet GTS?

GTS fertigt tech­ni­sche Kera­mik aus Alumi­ni­um­oxid (Al₂O₃) in dich­ter und porö­ser Quali­tät, Zirkon­oxid (ZrO₂), Quarz mit und ohne Sili­zi­um­ni­trid-Zusatz, Spinell, Tialit (Alumi­ni­um­t­i­ta­nat) und Scha­motte. Insge­samt bieten wir 16 doku­men­tierte Werk­stoff­qua­li­tä­ten an, deren chemi­sche Zusam­men­set­zung über offen zugäng­li­che Richt­ana­ly­sen nach­prüf­bar ist.

Was ist der Unter­schied zwischen dich­ter und porö­ser Kera­mik bei Schmelz­tie­geln?

Dichte Kera­mik (z. B. AL99‑G mit >99,7 % Alumi­ni­um­oxid) verhin­dert jede Wech­sel­wir­kung zwischen Tiegel und Schmelze und ist die rich­tige Wahl für hoch­reine Schmelz­pro­zesse, etwa beim Platin­schmel­zen. Poröse Kera­mik (z. B. KR-98-VG mit >98 % Korund) bietet eine höhere Tempe­ra­tur­wech­sel­be­stän­dig­keit und eignet sich für Anwen­dun­gen mit schnel­len ther­mi­schen Zyklen. Welche Quali­tät für einen bestimm­ten Prozess opti­mal ist, hängt vom Schmelz­gut, der Ofen­at­mo­sphäre und dem Belas­tungs­zy­klus ab – GTS berät hierzu indi­vi­du­ell.

Für welche Metalle bietet GTS Induk­ti­onstie­gel an?

GTS entwi­ckelt Induk­ti­onstie­gel für das Schmel­zen von Edel­me­tal­len (Platin, Rhodium, Silber), Indus­trie­me­tal­len (Eisen, Kupfer, Zink, Zinn) und Spezi­al­me­tal­len (Gallium, Blei). Jeder Tiegel wird auf das jewei­lige Metall, die Ofen­at­mo­sphäre und den ther­mi­schen Belas­tungs­zy­klus abge­stimmt. Die chemi­sche Bestän­dig­keit der verschie­de­nen GTS-Werk­stoff­qua­li­tä­ten gegen­über spezi­fi­schen Metal­len ist in den Richt­ana­ly­sen und Produkt­da­ten­blät­tern doku­men­tiert.

Welche Kera­mik eignet sich für Induk­ti­onstie­gel?

Beim induk­ti­ven Schmel­zen wird nicht die Kera­mik erhitzt, sondern das Metall im Inne­ren des Tiegels. Die Kera­mik muss das elek­tro­ma­gne­ti­sche Feld möglichst verlust­frei durch­las­sen und gleich­zei­tig die entste­hende Hitze aushal­ten. Quarz ist hier­für beson­ders geeig­net, weil er elek­tro­ma­gne­tisch trans­pa­rent ist und einen nied­ri­gen ther­mi­schen Ausdeh­nungs­ko­ef­fi­zi­en­ten besitzt. Bei 1.000 °C dehnt sich Quarz um etwa 0,5 % aus, Zirkon­oxid dage­gen um rund 1 %. Diese höhere Ausdeh­nung kann bei Zirkon­oxid zu ther­mi­schen Span­nun­gen und Riss­bil­dung führen. GTS fertigt Induk­ti­onstie­gel vorwie­gend aus Quarz­ke­ra­mik (Quali­tä­ten Q100, Q100‑M, Q95F) und berät bei der Auswahl der passen­den Quali­tät für Ihren spezi­fi­schen Schmelz­pro­zess.

Bei welchen Tempe­ra­tu­ren kann ich tech­ni­sche Kera­mik einset­zen?

Die Einsatz­tem­pe­ra­tur hängt vom Werk­stoff ab, denn Kera­mik ist kein einzel­nes Mate­rial, sondern eine ganze Mate­ri­al­klasse mit sehr unter­schied­li­chen Tempe­ra­tur­gren­zen. Tech­ni­sche Kera­mi­ken, wie sie GTS fertigt, arbei­ten in einem deut­lich höhe­ren Bereich als Haus­halts­ke­ra­mik. Alumi­ni­um­oxid (z. B. AL99‑G, KR-98-VG) ist für Dauer­tem­pe­ra­tu­ren bis ca. 1.700 °C ausge­legt. Zirkon­oxid (ZR‑G, ZR-95-VG) eignet sich eben­falls für Hoch­tem­pe­ra­tur­an­wen­dun­gen und bietet dabei eine beson­ders hohe mecha­ni­sche Belast­bar­keit. Quarz­ke­ra­mik (Q100, Q95F) kommt vor allem in der Schmelz­tech­nik zum Einsatz, wo eine hohe Tempe­ra­tur­wech­sel­be­stän­dig­keit entschei­dend ist. Wich­ti­ger als die Maxi­mal­tem­pe­ra­tur ist oft die Tempe­ra­tur­wech­sel­be­stän­dig­keit sowie die Atmo­sphäre (Luft, Vakuum, Schutz­gas) und die mecha­ni­sche Belas­tung. GTS stellt hierzu ein TWB-Merk­blatt zur Verfü­gung und berät indi­vi­du­ell.

Welche kera­mi­sche Quali­tät eignet sich für welche Anwen­dung?

Die Wahl der rich­ti­gen Kera­mik­qua­li­tät hängt von der Anwen­dung ab. Für hoch­reine Schmelz­pro­zesse, etwa beim Platin- oder Rhodi­um­schmel­zen, eignet sich dich­tes Alumi­ni­um­oxid (AL99‑G, >99,7 % Rein­heit). Für Anwen­dun­gen mit häufi­gen Tempe­ra­tur­wech­seln ist porö­ses Korund (KR-98-VG, >98 %) die bessere Wahl, da es eine höhere Tempe­ra­tur­wech­sel­be­stän­dig­keit bietet. Quarz­ke­ra­mik (Q100, Q95F) ist der Stan­dard für Induk­ti­onstie­gel in der Schmelz­tech­nik. Zirkon­oxid (ZR‑G) kommt zum Einsatz, wenn maxi­male mecha­ni­sche Festig­keit und chemi­sche Bestän­dig­keit gefor­dert sind, etwa in der Medi­zin­tech­nik. Alle 16 Werk­stoff­qua­li­tä­ten sind mit offen zugäng­li­chen Richt­ana­ly­sen doku­men­tiert.

Welche Kera­mik eignet sich zum Schmel­zen von Metal­len?

Welche Kera­mik zum Metall­schmel­zen geeig­net ist, hängt immer vom jewei­li­gen Metall ab. Metalle reagie­ren beim Schmel­zen unter­schied­lich mit Kera­mi­ken, abhän­gig von Tempe­ra­tur, Oxida­tion und chemi­scher Zusam­men­set­zung. GTS entwi­ckelt Induk­ti­onstie­gel gezielt für das Schmel­zen von Edel­me­tal­len wie Platin, Rhodium und Silber, Indus­trie­me­tal­len wie Eisen, Kupfer, Zink und Zinn sowie Spezi­al­me­tal­len wie Gallium oder Blei. Die chemi­sche Bestän­dig­keit jeder GTS-Werk­stoff­qua­li­tät gegen­über spezi­fi­schen Metal­len ist in den Richt­ana­ly­sen doku­men­tiert. Die Kera­mik muss immer auf das jewei­lige Metall abge­stimmt sein, um Reak­tio­nen, Verun­rei­ni­gun­gen oder Schä­den am Tiegel zu vermei­den.

Wie oft kann ich einen Schmelz­tie­gel verwen­den?

Ein Schmelz­tie­gel ist ein Verschleiß­teil, dessen Lebens­dauer von mehre­ren Fakto­ren abhängt: dem Werk­stoff des Tiegels, der Schmelz­tem­pe­ra­tur und dem ther­mi­schen Zyklus (Aufheiz- und Abkühl­ge­schwin­dig­keit), der chemi­schen Aggres­si­vi­tät der Schmelze sowie der mecha­ni­schen Belas­tung beim Hand­ling. Zu schnel­les Aufhei­zen und Abküh­len verkürzt die Stand­zeit erheb­lich, da Ther­mo­schock zu Riss­bil­dung führen kann. GTS opti­miert die Werk­stoff­re­zep­tur gezielt auf Ihren Prozess, um die Stand­zeit zu maxi­mie­ren. Die empfoh­le­nen Aufheiz- und Abkühl­kur­ven finden Sie in unse­rem TWB-Merk­blatt.

Welche Kera­mik eignet sich zum Veraschen?

Welche Kera­mik zum Veraschen geeig­net ist, hängt vom zu veraschen­den Mate­rial ab. Entschei­dend sind die Mate­ri­al­form (flüs­sig, pulver­för­mig oder fest) und die benö­tigte Veraschungs­tem­pe­ra­tur. Für Veraschungs­pro­zesse im Labor bietet GTS Schmelz­tie­gel aus verschie­de­nen Werk­stoff­qua­li­tä­ten an. Quarztie­gel (A1, A2, A3) eignen sich für Stan­dard­ver­aschun­gen bei mode­ra­ten Tempe­ra­tu­ren. Für höhere Tempe­ra­tu­ren oder chemisch anspruchs­vol­lere Proben kommen Alumi­ni­um­oxid-Tiegel (AL95‑G, AL99‑G) in Frage. Die Wahl muss immer an die Mate­ri­al­form und die erfor­der­li­che Tempe­ra­tur ange­passt werden, um Reak­tio­nen, Schä­den oder Mate­ri­al­ver­luste zu vermei­den.

Wie verschleiß­fest ist tech­ni­sche Kera­mik?

Die Verschleiß­fes­tig­keit von Kera­mik hängt stark von Werk­stoff und Gefüge ab. Zirkon­oxid (ZR‑G) bietet die höchste Bruch­zä­hig­keit und Biege­fes­tig­keit, Alumi­ni­um­oxid (AL99‑G, KR-98-VG) über­zeugt durch hohe Härte und chemi­sche Bestän­dig­keit. Ein weite­rer entschei­den­der Faktor ist die Dichte: Poröse Kera­mi­ken sind weni­ger verschleiß­fest, da sie leich­ter ange­grif­fen werden. Dichte, fein gesin­terte Kera­mi­ken sind deut­lich wider­stands­fä­hi­ger und halten mecha­ni­schen wie ther­mi­schen Belas­tun­gen länger stand. GTS hat sich auf dem Gebiet der Verschleiß­tech­nik spezia­li­siert und fertigt hoch­ver­schleiß­feste kera­mi­sche Bauele­mente als Einzel­stück oder in Groß­se­rie.

Kann GTS auch Proto­ty­pen und Einzel­stü­cke ferti­gen?

Ja. GTS fertigt kera­mi­sche Bauteile vom Einzel­stück bis zur Groß­se­rie. Für die Proto­ty­pen­fer­ti­gung setzen wir auch 3D-Verfah­ren ein. Nach dem Sinter­brand werden die Bauteile so hart, dass sie nur noch mit Diamant­werk­zeu­gen bear­beit­bar sind. Der Über­gang vom Proto­typ zur stabi­len Seri­en­fer­ti­gung ist eine unse­rer Kern­kom­pe­ten­zen – wir beglei­ten diesen Prozess itera­tiv bis zur repro­du­zier­ba­ren Quali­tät.

In welchen Bran­chen werden GTS-Produkte einge­setzt?

GTS belie­fert Kunden in der Schmelz­tech­nik und im Gieße­rei­we­sen, der Kris­tall­züch­tung, der Labor- und Medi­zin­tech­nik, der Luft- und Raum­fahrt, der Solar- und Batte­rie­tech­nik, der Schmuck­in­dus­trie sowie der Leucht­mit­tel- und Glas­in­dus­trie. Darüber hinaus entwi­ckeln wir Inge­nieur­ke­ra­mik für den Maschi­nen­bau und die Elek­tro­nik. Refe­renz­kun­den sind unter ande­rem Bosch, Schott, Arce­lor­Mit­tal und Yoko­gawa sowie zahl­rei­che euro­päi­sche Forschungs­in­sti­tute.

Welche Aufheiz- und Abkühl­kur­ven empfiehlt GTS für dichte Kera­mik?

Dichte kera­mi­sche Bauteile soll­ten kontrol­liert und gleich­mä­ßig aufge­heizt und abge­kühlt werden, um Ther­mo­schock zu vermei­den. GTS stellt ein TWB-Merk­blatt (Tempe­ra­tur­wech­sel­be­stän­dig­keit) zur Verfü­gung, das allge­meine Empfeh­lun­gen für Aufheiz- und Abkühl­kur­ven enthält. Für spezi­fi­sche Anwen­dun­gen bera­ten unsere Inge­nieure indi­vi­du­ell.

Bietet GTS auch Kera­mik für die Medi­zin­tech­nik an?

Ja. Im Bereich Phar­ma­zie und Medi­zin­tech­nik gilt GTS als wich­ti­ger Liefe­rant hoch­wer­ti­ger kera­mi­scher Bauteile. Das Unter­neh­men war unter ande­rem maßgeb­lich an der Entwick­lung von künst­li­chem Knochen­er­satz­ma­te­rial betei­ligt (Forschungs­pro­jekt TiFoam am Fraun­ho­fer Insti­tut Dres­den). Zirkon­oxid eignet sich aufgrund seiner hohen mecha­ni­schen Belast­bar­keit und Biokom­pa­ti­bi­li­tät beson­ders für Anwen­dun­gen in der Implan­tatt­ech­nik.

Refe­renz­kun­den

TUBAF
Eukamed
Eukamed
Eukamed
Eukamed
TH Deggendorf
Semoga Electronic
Dr. Kornder
DHG
Bauer Walser
BFI
Montana Universität
Yokogawa
Bauer Walser
Bauer Walser
Bauer Walser
Bauer Walser
Bauer Walser
MCI
Dechema
Freie Universität Berlin
ColVisTec
ColVisTec
ColVisTec
ColVisTec
Logo der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit Porträt von Otto von Guericke
Logo der Technischen Universität Berlin in Rot auf grauem Hintergrund
Universität Münster
Meet Battery Research Center
HP Dent
Metallbau Rall
Arcelor Mittal