GTS Keramik
Made in Germany
Technische Keramik von GTS – Hochleistungswerkstoffe für Industrie und Forschung
Als Familienunternehmen entwickeln wir seit 1985 in Düsseldorf kundenspezifische Keramik-Rezepturen für industrielle Hochleistungsanwendungen. Über 100 Forschungsinstitute in Europa arbeiten mit GTS zusammen – das Ergebnis sind 16 dokumentierte Werkstoffqualitäten mit offen zugänglichen Richtanalysen.
→ Richtanalysen herunterladen
GTS Keramik ist ein spezialisierter Hersteller für technische Keramik, Sonderkeramik und Verschleißtechnik für anspruchsvolle industrielle und wissenschaftliche Anwendungen. Mit jahrzehntelanger Erfahrung entwickeln und fertigen wir keramische Bauteile, die dort eingesetzt werden, wo konventionelle Werkstoffe an ihre Grenzen stoßen.
Ob Tiegel, die nicht die erwartete Standzeit erreichen, Prozesse, die bei Temperaturzyklen instabil werden, aggressive Schmelzen, die Standardkeramik angreifen, oder ein Bauteil, das von der Entwicklung in eine reproduzierbare Serie überführt werden muss – genau für diese Herausforderungen entwickeln wir unsere Werkstoffrezepturen.
- Schwerpunkt: Industriekeramik für Hochtemperatur- und Schmelzprozesse
- Produkte: Induktionstiegel, Keramikrohre, Sonderbauteile
- Werkstoffe: Aluminiumoxid (Al₂O₃) und Zirkonoxid (ZrO₂)
- Fertigung: Maßanfertigungen – Made in Germany
Technische Keramik nach Maß – Made in Germany
Unsere Industriekeramik ist auf den Einsatz in Hochtemperaturprozessen, korrosiven Umgebungen und sensiblen Anwendungen ausgelegt. Insbesondere in Schmelzanlagen, Laboren und der Kristallzüchtung überzeugen GTS-Produkte durch hohe Prozesssicherheit und lange Standzeiten. Ein zentraler Produktbereich sind Induktionstiegel, die wir gezielt auf das jeweilige Metall, die Ofenatmosphäre und den thermischen Belastungszyklus abstimmen.
GTS entwickelt Induktionstiegel für das Schmelzen von Edel- und Industriemetallen wie Platin, Rhodium, Silber, Eisen, Kupfer, Zink, Zinn sowie Spezialmetallen wie Gallium oder Blei. Je nach Anwendung fertigen wir die Tiegel in dichter oder poröser Qualität.
Dichte Keramik eignet sich für hochreine Schmelzprozesse, bei denen keine Wechselwirkung zwischen Tiegel und Schmelze auftreten darf. Poröse Keramik bietet höhere Temperaturwechselbeständigkeit und wird bevorzugt bei schnellen thermischen Zyklen eingesetzt.
Die eingesetzten Keramiken zeichnen sich durch hohe Temperaturwechselbeständigkeit, chemische Inertheit gegenüber aggressiven Schmelzen und mechanische Stabilität auch unter extremen Bedingungen aus.
Für unsere keramischen Bauteile setzen wir gezielt auf bewährte Oxidkeramiken. Aluminiumoxid bietet ein ausgewogenes Verhältnis aus Härte, Hitzebeständigkeit und elektrischer Isolation und eignet sich für viele industrielle Schmelz- und Laborprozesse. Zirkonoxid kommt dort zum Einsatz, wo maximale mechanische Belastbarkeit, hohe Bruchzähigkeit und chemische Beständigkeit gefordert sind – etwa in der Medizintechnik, der chemischen Industrie oder bei besonders anspruchsvollen thermischen Anwendungen.
Alle Werkstoffqualitäten sind mit offen zugänglichen Richtanalysen dokumentiert – von Aluminiumoxid in dichter Qualität (AL99‑G, >99,7 %) über poröses Korund (KR-98-VG, >98 %) bis zu Zirkonoxid (ZR‑G, <99,7 % dicht).
→ Richtanalysen herunterladen
Unsere Bauteile finden Anwendung in der Schmelztechnik und im Gießereiwesen, der Kristallzüchtung, der Labor- und Medizintechnik, bei Ingenieurkeramik und Keramikrohren sowie im Feinguss und Schmuckguss. Alle Bauteile werden in enger Abstimmung mit unseren Kunden entwickelt, um Material, Geometrie und Fertigung exakt auf den jeweiligen Prozess abzustimmen.
→ Übersicht aller Anwendungsgebiete
Individuelle Keramiklösung gesucht?
Schildern Sie uns Ihre Anwendung – wir sagen Ihnen offen, ob eine kundenspezifische Rezeptur sinnvoll ist oder eine unserer Standardqualitäten ausreicht.
→ Jetzt unverbindlich anfragen → Richtanalysen herunterladen
Feinguss
Das Wachsausschmelzverfahren ist eine sehr alte Technologie, die es ermöglicht, komplizierte Einzelteile oder auch Großserien herzustellen. Oft brauchen die Gusskörper wegen ihrer hohen Präzision nicht mehr nachbearbeitet werden.
Ingenieurkeramik
Die vielfältigen Eigenschaften keramischer Produkte bilden ein unübersehbares Spektrum an Einsatzmöglichkeiten. In fast allen Wirtschaftsbereichen sind inzwischen Bauteile aus Keramik zu finden.
Leuchtmittel und Glasindustrie
Leuchtmittel werden immer effizienter und energiesparender. Keramik wird nicht nur als Isolator, sondern auch als Trägermaterial verwendet. Es ist oxidationsfrei und hitzebeständig.
Luft- und Raumfahrt
In der Luft- und Raumfahrt werden neue Werkstoffe gesucht, die hohe Anforderungen aufweisen müssen. Keramik ist dafür ein interessanter und wichtiger Werkstoff.
Pharmazie und Medizin
Im Bereich der Pharmazie und Medizintechnik gilt GTS als ein wichtiger Lieferant hochwertiger Produkte.
Schmuckindustrie
Schmuckgussteile stellt man im Allgemeinen, wie in der Medizin- und Feingusstechnik, nach dem Wachsausschmelzverfahren her.
Solar- und Batterieindustrie
Als Hersteller Keramischer Bauteile war GTS bereits in den frühen Anfängen an der Entwicklung von Solarzellen maßgeblich mitbeteiligt.
Aluminiumoxid dicht
BESONDERE EIGENSCHAFTEN
- hohe mechanische Festigkeit
- hohe Verschleißfestigkeit
- sehr gute Gleiteigenschaften
- hohe Korrosionsbeständigkeit
- hohe Temperaturbeständigkeit bis über 1700 °C
- gute Wärmeleitfähigkeit
- hohe elektrische Isolationsfähigkeit
- Gut bis sehr gut chemisch beständig gegen: Aluminium, Beryllium, Blei, Chrom, Eisen, Germanium, Kobalt, Kupfer, Magnesium, Mangan, Nickel, Siliziumdioxid, Salzsäure (30%), Vanadium, Wismut, Zinn, Zink
Aluminiumoxid porös
BESONDERE EIGENSCHAFTEN
- hohe mechanische Festigkeit
- hohe Korrosionsbeständigkeit
- Temperaturbeständigkeit bis über 1750 °C
- gute Wärmeisolierung
- hohe elektrische Isolationsfähigkeit
- Gut bis sehr gut chemisch beständig gegen: Aluminium, Beryllium, Blei, Chrom, Eisen, Germanium, Kobalt, Kupfer, Magnesium, Mangan, Nickel, Siliziumdioxid, Salzsäure (30%), Vanadium, Wismut, Zinn, Zink
Aluminiumtitanat porös
BESONDERE EIGENSCHAFTEN
- hohe mechanische Festigkeit
- hohe Korrosionsbeständigkeit
- hohe Temperaturbeständigkeit bis über 1600 °C
- Thermische Isolationseigenschaft
- Gut bis sehr gut chemisch beständig gegen: Aluminium
Schamotte (A3)
- Sehr hohe Hitzebeständigkeit bis 1200 °C
- Thermoschockbeständig
- Induktiv aufheizbar
- Schamotte speichert Wärme, wodurch ein rasches Erstarren der Schmelze verhindert wird.
Magnesiumoxid
BESONDERE EIGENSCHAFTEN
Gut bis sehr gut chemisch beständig gegen: Blei, Beryllium, Eisen, Kupfer, Nickel, Natrium, Platin, Plutonium, Uranium, Wismut, Zinn
Quarz
BESONDERE EIGENSCHAFTEN
- niedriger thermischer Ausdehnungskoeffizient
- sehr hohe Temperaturwechselbeständigkeit
- hohe Korrosionsbeständigkeit gegen viele Metallschmelzen
- hohe Korrosionsbeständigkeit im Kontakt mit vielen anderen chemischen Produkten
- Gut bis sehr gut chemisch beständig gegen: Blei, Gallium, Germanium, Kupfer, Platin, Zinn
Quarz mit Siliziumnitrid
BESONDERE EIGENSCHAFTEN
- niedriger thermischer Ausdehnungskoeffizient
- sehr hohe Temperaturwechselbeständigkeit
- hohe Korrosionsbeständigkeit gegen viele Metallschmelzen
- hohe Korrosionsbeständigkeit im Kontakt mit vielen anderen chemischen Produkten
- Gut bis sehr gut chemisch beständig gegen: Platin, Silber
Spinell
BESONDERE EIGENSCHAFTEN
- gute thermische und chemische Beständigkeit gegen aggressive Alkalien
- hohe Wärmeleitfähigkeit
- relativ gute Thermoschockbeständigkeit
- Gut bis sehr gut chemisch beständig gegen: Blei, Mangan, Salzsäure (30%), Silber
Zirkonoxid
BESONDERE EIGENSCHAFTEN
- Zirkonoxid ist ein Halbleiter
- hohe mechanische Festigkeit
- sehr gute Verschleißfestigkeit
- hohe Bruchzähigkeit
- hohe Temperaturbeständigkeit bis über 2000°C
- niedrige Wärmeleitfähigkeit
- hohe Korrosionsbeständigkeit
- Gut bis sehr gut chemisch beständig gegen: Aluminium, Beryllium, Eisen, Kobalt, Nickel, Platin, Rhodium, Salzsäure (30%), Wismut, Zirkonium
Zirkonoxid porös
BESONDERE EIGENSCHAFTEN
- Zirkonoxid ist ein Halbleiter
- hohe mechanische Festigkeit
- thermische Isolationsvermögen bei > 1.700 °C
- hohe Temperaturbeständigkeit bis über 2000 °C
- niedrige Wärmeleitfähigkeit
- hohe Korrosionsbeständigkeit
- Gut bis sehr gut chemisch beständig gegen: Aluminium, Beryllium, Kobalt, Nickel, Platin, Wismut
Häufige Fragen zu technischer Keramik von GTS
Was macht GTS Keramik als Hersteller für technische Keramik besonders?
GTS Keramik gehört zu den führenden Herstellern für technische Keramik und Industriekeramik in Deutschland – und ist gleichzeitig Entwicklungspartner. Als Familienunternehmen mit Sitz in Düsseldorf entwickeln wir kundenspezifische Werkstoffrezepturen statt nur Standardqualitäten zu liefern. Unsere Kunden sprechen direkt mit den Ingenieuren, die ihre Lösung entwickeln – ohne mehrstufigen Vertrieb. Über 100 Forschungskooperationen mit europäischen Instituten stützen unsere Werkstoffentwicklung mit belastbaren Daten.
Welche keramischen Werkstoffe verarbeitet GTS?
GTS fertigt technische Keramik aus Aluminiumoxid (Al₂O₃) in dichter und poröser Qualität, Zirkonoxid (ZrO₂), Quarz mit und ohne Siliziumnitrid-Zusatz, Spinell, Tialit (Aluminiumtitanat) und Schamotte. Insgesamt bieten wir 16 dokumentierte Werkstoffqualitäten an, deren chemische Zusammensetzung über offen zugängliche Richtanalysen nachprüfbar ist.
Was ist der Unterschied zwischen dichter und poröser Keramik bei Schmelztiegeln?
Dichte Keramik (z. B. AL99‑G mit >99,7 % Aluminiumoxid) verhindert jede Wechselwirkung zwischen Tiegel und Schmelze und ist die richtige Wahl für hochreine Schmelzprozesse, etwa beim Platinschmelzen. Poröse Keramik (z. B. KR-98-VG mit >98 % Korund) bietet eine höhere Temperaturwechselbeständigkeit und eignet sich für Anwendungen mit schnellen thermischen Zyklen. Welche Qualität für einen bestimmten Prozess optimal ist, hängt vom Schmelzgut, der Ofenatmosphäre und dem Belastungszyklus ab – GTS berät hierzu individuell.
Für welche Metalle bietet GTS Induktionstiegel an?
GTS entwickelt Induktionstiegel für das Schmelzen von Edelmetallen (Platin, Rhodium, Silber), Industriemetallen (Eisen, Kupfer, Zink, Zinn) und Spezialmetallen (Gallium, Blei). Jeder Tiegel wird auf das jeweilige Metall, die Ofenatmosphäre und den thermischen Belastungszyklus abgestimmt. Die chemische Beständigkeit der verschiedenen GTS-Werkstoffqualitäten gegenüber spezifischen Metallen ist in den Richtanalysen und Produktdatenblättern dokumentiert.
Welche Keramik eignet sich für Induktionstiegel?
Beim induktiven Schmelzen wird nicht die Keramik erhitzt, sondern das Metall im Inneren des Tiegels. Die Keramik muss das elektromagnetische Feld möglichst verlustfrei durchlassen und gleichzeitig die entstehende Hitze aushalten. Quarz ist hierfür besonders geeignet, weil er elektromagnetisch transparent ist und einen niedrigen thermischen Ausdehnungskoeffizienten besitzt. Bei 1.000 °C dehnt sich Quarz um etwa 0,5 % aus, Zirkonoxid dagegen um rund 1 %. Diese höhere Ausdehnung kann bei Zirkonoxid zu thermischen Spannungen und Rissbildung führen. GTS fertigt Induktionstiegel vorwiegend aus Quarzkeramik (Qualitäten Q100, Q100‑M, Q95F) und berät bei der Auswahl der passenden Qualität für Ihren spezifischen Schmelzprozess.
Bei welchen Temperaturen kann ich technische Keramik einsetzen?
Die Einsatztemperatur hängt vom Werkstoff ab, denn Keramik ist kein einzelnes Material, sondern eine ganze Materialklasse mit sehr unterschiedlichen Temperaturgrenzen. Technische Keramiken, wie sie GTS fertigt, arbeiten in einem deutlich höheren Bereich als Haushaltskeramik. Aluminiumoxid (z. B. AL99‑G, KR-98-VG) ist für Dauertemperaturen bis ca. 1.700 °C ausgelegt. Zirkonoxid (ZR‑G, ZR-95-VG) eignet sich ebenfalls für Hochtemperaturanwendungen und bietet dabei eine besonders hohe mechanische Belastbarkeit. Quarzkeramik (Q100, Q95F) kommt vor allem in der Schmelztechnik zum Einsatz, wo eine hohe Temperaturwechselbeständigkeit entscheidend ist. Wichtiger als die Maximaltemperatur ist oft die Temperaturwechselbeständigkeit sowie die Atmosphäre (Luft, Vakuum, Schutzgas) und die mechanische Belastung. GTS stellt hierzu ein TWB-Merkblatt zur Verfügung und berät individuell.
Welche keramische Qualität eignet sich für welche Anwendung?
Die Wahl der richtigen Keramikqualität hängt von der Anwendung ab. Für hochreine Schmelzprozesse, etwa beim Platin- oder Rhodiumschmelzen, eignet sich dichtes Aluminiumoxid (AL99‑G, >99,7 % Reinheit). Für Anwendungen mit häufigen Temperaturwechseln ist poröses Korund (KR-98-VG, >98 %) die bessere Wahl, da es eine höhere Temperaturwechselbeständigkeit bietet. Quarzkeramik (Q100, Q95F) ist der Standard für Induktionstiegel in der Schmelztechnik. Zirkonoxid (ZR‑G) kommt zum Einsatz, wenn maximale mechanische Festigkeit und chemische Beständigkeit gefordert sind, etwa in der Medizintechnik. Alle 16 Werkstoffqualitäten sind mit offen zugänglichen Richtanalysen dokumentiert.
Welche Keramik eignet sich zum Schmelzen von Metallen?
Welche Keramik zum Metallschmelzen geeignet ist, hängt immer vom jeweiligen Metall ab. Metalle reagieren beim Schmelzen unterschiedlich mit Keramiken, abhängig von Temperatur, Oxidation und chemischer Zusammensetzung. GTS entwickelt Induktionstiegel gezielt für das Schmelzen von Edelmetallen wie Platin, Rhodium und Silber, Industriemetallen wie Eisen, Kupfer, Zink und Zinn sowie Spezialmetallen wie Gallium oder Blei. Die chemische Beständigkeit jeder GTS-Werkstoffqualität gegenüber spezifischen Metallen ist in den Richtanalysen dokumentiert. Die Keramik muss immer auf das jeweilige Metall abgestimmt sein, um Reaktionen, Verunreinigungen oder Schäden am Tiegel zu vermeiden.
Wie oft kann ich einen Schmelztiegel verwenden?
Ein Schmelztiegel ist ein Verschleißteil, dessen Lebensdauer von mehreren Faktoren abhängt: dem Werkstoff des Tiegels, der Schmelztemperatur und dem thermischen Zyklus (Aufheiz- und Abkühlgeschwindigkeit), der chemischen Aggressivität der Schmelze sowie der mechanischen Belastung beim Handling. Zu schnelles Aufheizen und Abkühlen verkürzt die Standzeit erheblich, da Thermoschock zu Rissbildung führen kann. GTS optimiert die Werkstoffrezeptur gezielt auf Ihren Prozess, um die Standzeit zu maximieren. Die empfohlenen Aufheiz- und Abkühlkurven finden Sie in unserem TWB-Merkblatt.
Welche Keramik eignet sich zum Veraschen?
Welche Keramik zum Veraschen geeignet ist, hängt vom zu veraschenden Material ab. Entscheidend sind die Materialform (flüssig, pulverförmig oder fest) und die benötigte Veraschungstemperatur. Für Veraschungsprozesse im Labor bietet GTS Schmelztiegel aus verschiedenen Werkstoffqualitäten an. Quarztiegel (A1, A2, A3) eignen sich für Standardveraschungen bei moderaten Temperaturen. Für höhere Temperaturen oder chemisch anspruchsvollere Proben kommen Aluminiumoxid-Tiegel (AL95‑G, AL99‑G) in Frage. Die Wahl muss immer an die Materialform und die erforderliche Temperatur angepasst werden, um Reaktionen, Schäden oder Materialverluste zu vermeiden.
Wie verschleißfest ist technische Keramik?
Die Verschleißfestigkeit von Keramik hängt stark von Werkstoff und Gefüge ab. Zirkonoxid (ZR‑G) bietet die höchste Bruchzähigkeit und Biegefestigkeit, Aluminiumoxid (AL99‑G, KR-98-VG) überzeugt durch hohe Härte und chemische Beständigkeit. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Dichte: Poröse Keramiken sind weniger verschleißfest, da sie leichter angegriffen werden. Dichte, fein gesinterte Keramiken sind deutlich widerstandsfähiger und halten mechanischen wie thermischen Belastungen länger stand. GTS hat sich auf dem Gebiet der Verschleißtechnik spezialisiert und fertigt hochverschleißfeste keramische Bauelemente als Einzelstück oder in Großserie.
Kann GTS auch Prototypen und Einzelstücke fertigen?
Ja. GTS fertigt keramische Bauteile vom Einzelstück bis zur Großserie. Für die Prototypenfertigung setzen wir auch 3D-Verfahren ein. Nach dem Sinterbrand werden die Bauteile so hart, dass sie nur noch mit Diamantwerkzeugen bearbeitbar sind. Der Übergang vom Prototyp zur stabilen Serienfertigung ist eine unserer Kernkompetenzen – wir begleiten diesen Prozess iterativ bis zur reproduzierbaren Qualität.
In welchen Branchen werden GTS-Produkte eingesetzt?
GTS beliefert Kunden in der Schmelztechnik und im Gießereiwesen, der Kristallzüchtung, der Labor- und Medizintechnik, der Luft- und Raumfahrt, der Solar- und Batterietechnik, der Schmuckindustrie sowie der Leuchtmittel- und Glasindustrie. Darüber hinaus entwickeln wir Ingenieurkeramik für den Maschinenbau und die Elektronik. Referenzkunden sind unter anderem Bosch, Schott, ArcelorMittal und Yokogawa sowie zahlreiche europäische Forschungsinstitute.
Welche Aufheiz- und Abkühlkurven empfiehlt GTS für dichte Keramik?
Dichte keramische Bauteile sollten kontrolliert und gleichmäßig aufgeheizt und abgekühlt werden, um Thermoschock zu vermeiden. GTS stellt ein TWB-Merkblatt (Temperaturwechselbeständigkeit) zur Verfügung, das allgemeine Empfehlungen für Aufheiz- und Abkühlkurven enthält. Für spezifische Anwendungen beraten unsere Ingenieure individuell.
Bietet GTS auch Keramik für die Medizintechnik an?
Ja. Im Bereich Pharmazie und Medizintechnik gilt GTS als wichtiger Lieferant hochwertiger keramischer Bauteile. Das Unternehmen war unter anderem maßgeblich an der Entwicklung von künstlichem Knochenersatzmaterial beteiligt (Forschungsprojekt TiFoam am Fraunhofer Institut Dresden). Zirkonoxid eignet sich aufgrund seiner hohen mechanischen Belastbarkeit und Biokompatibilität besonders für Anwendungen in der Implantattechnik.

















































